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Bei den kältesten Jobs: IG BAU Nord-West-Sachsen pocht auf Sicherheit
Jetzt „Frost-Schutz“ für die Bauarbeiter im Kreis Nordsachsen

Eiskalter Job: Kalte Finger, glatter Boden – bei frostigen Temperaturen gehört warme Kleidung auf dem Bau zum Arbeitsschutz. Bauarbeiter brauchen eine wintersichere Baustelle und Schutzkleidung, so die IG BAUEiskalter Job: Sie gehören zu den kältesten Arbeitsplätzen im Kreis Nordsachsen – die Jobs auf den Baustellen im Winter. Damit aus dem Frost-Job kein Frust-Job wird, fordert die IG BAU Nord-West-Sachsen einen wirksamen „Frost-Schutz“ für die Bauarbeiter. Dazu gehören, so die Bau-Gewerkschaft, warme Schutzkleidung und wintersichere Baustellen – ohne Rutschgefahr. „Wer bei Minustemperaturen auf Gerüste klettert und dabei auch noch Stahlträger schleppt, muss gut gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt werden“, sagt Detlef Zeiß. Arbeitsschutz sei kein Geschenk der Arbeitgeber. „Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen.

Schnee, Frost, Glätte – eine Winterbaustelle hat es für die Beschäftigten in sich. „Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kälte sind Pflicht. Der Arbeitgeber muss sie jedem Mitarbeiter zur Verfügung stellen“, sagt Detlef Zeiß. Zudem gehöre in diesen Tagen eine „warme Bude zum Bau“: Die Beschäftigten müssten geschützte Räume haben, in denen sie sich zwischendurch mit einem heißen Kaffee, mit Tee oder Brühe aufwärmen könnten. Ideal seien Baustellenwagen oder beheizte Container. „Ein paar Tage bei zugiger Luft und starker Kälte – das haut den stärksten Bauarbeiter um“, so der Gewerkschafter.

Auch für Werkzeuge wie Säge und Betonmischer sei ein einfacher Wetterschutz notwendig – mindestens ein winddichtes Zelt. „Spart der Arbeitgeber an der Sicherheit, verwandeln Eis und Schnee die Baustelle in eine gefährliche Rutschbahn. Wenn der Bau zur Skipiste wird, sind Unfälle vorprogrammiert“, sagt Zeiß.

Die IG BAU Nord-West-Sachsen werde sich in den kommenden Wochen verstärkt für den Arbeitsschutz auf den Winterbaustellen im Kreis Nordsachsen einsetzen. Die IG BAU appelliert an alle Bauarbeiter, Verstöße sofort bei der Gewerkschaft zu melden. „Natürlich sind wir froh, wenn das Baugewerbe auch im Winter gute Geschäfte macht. Aber wer als Bauunternehmer einen Extragewinn auf Kosten der Gesundheit seiner Beschäftigten einfahren will, dem kann ich nur sagen: Nicht mit uns!“, so Zeiß.

IG BAU: Betriebe sollen Saison-Kurzarbeitergeld beantragen Jobs im Kreis Nordsachsen winterfest machen

„Die Draußen-Jobs winterfest machen - und so Entlassungen bei Eis und Frost vermeiden", fordert Detlef Zeiß. Der Bezirkschef der IG BAU Nord-West-Sachsen appelliert an die heimischen Unternehmer, im Winter das Saison-Kurzarbeitergeld („Saison-Kug") zu nutzen.Jobs winterfest machen: Wenn in den kommenden Wochen auf den Baustellen im Kreis Nordsachsen wegen Eis und Schnee nichts mehr geht, sollen Betriebe auf witterungsbedingte Kündigungen verzichten. Das hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt gefordert. "Das sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: ‚Saison-Kug') bietet Firmen eine ideale ‚Winterbrücke' um Beschäftigte während der Kälteperiode trotz mauer Auftragsbücher zu halten", sagt der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Nord-West-Sachsen, Detlef Zeiß. "Bereits im letzten Winter haben 97 Betriebe im Kreis Nordsachsen das Motto ‚Trotz Frost kein Frust' ernst genommen und im Dezember vergangenen Jahres das Saison-Kurzarbeitergeld beantragt."

Wegen des Wetters müsse heute kein Bauarbeiter, kein Landschaftsgärtner, Dachdecker oder Gerüstbauer im Kreis Nordsachsen auf die Straße gesetzt werden. "Wenn die Winter-Aufträge ausbleiben, zahlt die Bundesagentur für Arbeit die Löhne und Gehälter – vorausgesetzt, der Betrieb hat das ‚Saison-Kug' beantragt", sagt Zeiß. Von der "Lohn-Winterbrücke" profitierten insbesondere auch die Chefs. "Sie brauchen qualifizierte und eingearbeitete Mitarbeiter nicht kündigen, die im Frühjahr bei vollen Auftragsbüchern wieder benötigt werden", so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Das "Saison-Kug" können laut IG BAU alle Firmen aus dem Baugewerbe, dem Dachdeckerhandwerk, dem Gerüstbau sowie dem Garten- und Landschaftsbau unter Berücksichtigung von Arbeitszeitguthaben beantragen. "Jeder Beschäftigte erhält dann von Dezember bis März ein Ausfallgeld von 60 Prozent des Nettolohns, Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67 Prozent. Im Gerüstbau hat die Schlechtwetterzeit sogar schon am 1. November begonnen. Bis auf einen kleineren Betrag zu den Sozialabgaben entstehen den Betrieben keine zusätzlichen Kosten", so der Gewerkschafter.

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Zeiß, Detlef Vorsitzender Detlef Zeiß, Vorsitzender
Wackwitz, Ursula stellvertretende Vorsitzende Ursula Wackwitz
Hendel, Mario Mitglied Mario Hendel
Kaniuth, Sven Mitglied Sven Kaniuth
Merklein-Lempp, Dr. Irene Mitglied Merklein-Lempp, Dr. Irene
Schneider, Beatrix Mitglied Beatrix Schneider
Tschierschke, Dieter Mitglied Dieter Tschierschke

Floristen-Gewerkschaft fordert "mehr Moos für die Blumenbranche"
"Valentins-Euro" für die Floristinnen im Kreis Nordsachsen

„Valentins-Euro“: Für einen schönen Blumenstrauß sollte ein Trinkgeld für die Floristin drin sein, meint die IG BAU."Valentins-Euro" für die Floristinnen: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt im Kreis Nordsachsen hat sich für ein "Trinkgeld fürs Blumenbinden" stark gemacht. Der Valentinstag sei eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Floristinnen mit einem Extra-Bonus zu würdigen. Die IG BAU reagiert damit auf die nach ihren Angaben "zu stiefmütterliche Bezahlung" der Floristinnen im Kreis Nordsachsen.

"Das blühende Geschäft mit Blumen zum Valentinstag hat eine welke Seite: Die Floristinnen im Kreis Nordsachsen arbeiten oft zu niedrigen Löhnen", sagt Detlef Zeiß. Der Vorsitzende der Floristen-Gewerkschaft IG BAU Nord-West-Sachsen spricht vom "wachsenden Frust hinter den Blumentheken".

Der Job der Floristinnen sei einfach zu schlecht bezahlt: "Viele Floristinnen gehen mit 5 Euro und weniger pro Stunde nach Hause – ohne Tarifvertrag. Und das für einen Vollzeitjob. Das ist nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Haushaltseinkommens in Deutschland", so Detlef Zeiß. "Mit dem ‚Valentins-Euro' wollen wir die ‚Blumen-Chefs' nicht einen Cent von ihrer Verpflichtung befreien, endlich faire Löhne zu zahlen. Er ist aber eine Anerkennung für die gute und kreative Arbeit, die die Floristinnen leisten, und ein beschämendes Signal an die Arbeitgeber", sagt der Gewerkschafter.

Hinter jedem Blumenstrauß, so die Floristen-Gewerkschaft, steckt ein hartes Stück Arbeit: "Die Floristinnen haben kaum mehr als zehn Minuten Zeit für ein Gebinde. Der Arbeitstag beginnt frühmorgens mit Kistenschleppen auf dem Großmarkt und endet nicht selten nach zwölf Stunden mit Rückenschmerzen vom langen Stehen", sagt Detlef Zeiß. Das sei auf jeden Fall ein "Trinkgeld als Dankeschön wert – gerade am Valentinstag".

Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Den mit Steinbach abgestimmte Plan der BR Tagesschulungen in unserer Region für 2012 zum Herunterladen findet ihr hier:

Tagesschulungen 2012 aktuell

Des weiteren findet ihr hier den Bildungsplan 2012 zum Herunterladen

Bildungsplan 2012

den Flyer für das Seminar BR II –
Beteiligung des Betriebsrats bei personellen Einzelmaßnahmen

Flyer_Mitbestimmung_BR_Brehna

sowie die Unterlagen zur Seminaranmeldung in Steinbach

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