IG BAU Nord-West-Sachsen: Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen läuft aus
Renten-Check für ehemalige DDR-Beschäftigte im Kreis Leipzig
Die Rentenuhr tickt – noch bis zum Jahresende: Beschäftigte im Kreis Leipzig sollten in den nächsten Wochen ihren Rentenanspruch überprüfen. Darauf hat die IG BAU Nord-West-Sachsen hingewiesen. Hintergrund der Aufforderung: Zum Jahreswechsel endet die Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen aus ehemaligen DDR-Betrieben.
“Wer bis dahin seinen Rentenanspruch nicht geklärt hat, steht am Ende mit leeren Händen da. Das gilt für alle Menschen im Kreis Leipzig zwischen 37 und 64 Jahren, die in der ehemaligen DDR Beitragszeiten hatten“, sagt Detlef Zeiß. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen geht davon aus, dass im Kreis Leipzig viele Hundert Menschen Anspruch auf eine höhere Rente haben.
Detlef Zeiß verweist darauf, dass zu einem vollständigen Rentenbescheid auch die Beitragsjahre vor der Wende gehören. „Nur ein komplettes Rentenkonto bringt auch die volle Rente. Wer hier schludert, verliert unnötig Geld“, so Zeiß. Nach Informationen der IG BAU sind bei der Deutschen Rentenversicherung noch über 280.000 Rentenkonten von ehemaligen DDR-Bürgern unvollständig – das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent.
Zeiß appelliert auch an die Versicherten, die ihre Unterlagen bereits vollständig zu Hause liegen haben: „Es kann immer mal passieren, dass man nach einem schweren Unfall zum Pflegefall wird. Wenn die Formulare dann in der eigenen Schreibtischschublade einstauben, nützt einem das herzlich wenig. Die Papiere müssen zu den Sachbearbeitern – und das möglichst schnell“, empfiehlt der IG BAU-Bezirksvorsitzende.